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Quellensteuer-Tarife 2026: Alle 26 Schweizer Kantone auf einen Blick

Vergleichen Sie die Quellensteuersätze 2026 nach Tarifcode und Kinderzahl für alle Kantone — mit interaktiver Visualisierung.

Bill Alps 8 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis +

Die Quellensteuer (QST) wird direkt vom Lohn ausländischer Arbeitnehmender ohne Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) abgezogen, die in der Schweiz wohnhaft sind, sowie von Grenzgängern. Der Arbeitgeber fungiert als Quellensteueragent: Er berechnet, zieht ab und überweist die Steuer an die kantonale Steuerverwaltung. Der anzuwendende Tarifcode hängt vom Wohnkanton (bzw. Arbeitskanton bei Grenzgängern), dem Familienstand und der Kinderzahl ab.

Mit 26 Kantonen, 4 Haupttarifen und bis zu 6 Kinderstufen ist die Komplexität erheblich. Diese interaktive Grafik ermöglicht es Ihnen, die Sätze 2026 auf einen Blick zu vergleichen.

Die vier Haupttarifcodes

  • Tarif A — Ledige, geschiedene, verwitwete Personen ohne unterhaltsberechtigte Kinder.
  • Tarif B — Verheiratete, deren Ehegatte in der Schweiz keine Erwerbstätigkeit ausübt.
  • Tarif C — Verheiratete, bei denen beide Ehegatten erwerbstätig sind.
  • Tarif H — Alleinerziehende (ledig oder getrennt) mit unterhaltsberechtigten Kindern.

Welcher Tarif für welchen Mitarbeitenden?

Der Tarifcode richtet sich nach dem Zivilstand und der Familiensituation des Mitarbeitenden am 1. Januar des Steuerjahres. Bei Änderungen (Heirat, Geburt) wird der Tarif ab dem Folgemonat angepasst.

Interaktive Grafik der Tarife 2026

Wählen Sie einen Tarifcode, eine Kinderzahl und die zu vergleichenden Kantone. Jede Kurve zeigt die Entwicklung des Steuersatzes in Abhängigkeit vom monatlichen Bruttolohn.

Tarif

Unterhaltspflichtige Kinder

Wie liest man diese Grafik?

Die horizontale Achse zeigt den monatlichen Bruttolohn (CHF 800 bis CHF 25 000). Die vertikale Achse zeigt den Steuersatz in Prozent. Jede Kurve entspricht einem Kanton. Je steiler die Kurve ansteigt, desto progressiver ist die Besteuerung in diesem Kanton.

Generell haben Kantone der Romandie (GE, VD, NE) höhere Sätze als Deutschschweizer Kantone mit tiefer Steuerbelastung wie ZG oder SZ — vor allem bei mittleren Einkommen (CHF 5 000–12 000).

Sprünge in der Kurve: Warum gibt es plötzliche Stufen?

Einige Kantone zeigen abrupte Sprünge in ihrer Kurve — OW zum Beispiel weist einen deutlichen Sprung bei rund CHF 15 000/Monat auf. Diese Diskontinuitäten sind auf die Struktur der Schweizer QST-Tabellen zurückzuführen: Die Tarife sind keine kontinuierlichen Formeln, sondern Stufentabellen mit festen Sätzen pro Einkommensstufe. Sobald der Lohn die Schwelle zur nächsten Stufe überschreitet, steigt der Satz schlagartig auf den nächsten Wert.

Kantone, die ihre Tabelle mit wenigen, breiten Stufen gliedern, erzeugen klar sichtbare Treppenkurven. Kantone mit feinen Abstufungen vermitteln den Eindruck einer kontinuierlichen Progression. OW ist ein typisches Beispiel: Seine offiziellen Tabellen haben verhältnismässig wenige Stufen, was die sichtbaren Sprünge im Diagramm erklärt.

Warum variieren die Sätze so stark?

Jeder Kanton legt seine eigenen Tarife fest. Die Sätze spiegeln die kantonale und kommunale Steuerbelastung wider, denn die Quellensteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer. Kantone mit hoher Gesamtsteuerbelastung — wie GE oder BS — haben entsprechend höhere Quellensteuertarife. Umgekehrt weisen ZG, NW oder OW deutlich tiefere Kurven auf.

Der Einfluss der Kinderzahl ist ebenfalls sichtbar: Von 0 auf 2 Kinder sinkt der Satz um 2 bis 5 Prozentpunkte je nach Kanton — ein erheblicher finanzieller Effekt bei einem Lohn von CHF 8 000/Monat.

Diese Angaben sind indikativ

Die angezeigten Sätze stammen aus den offiziellen Tabellen 2026. Im Einzelfall kann der endgültige Abzug je nach Doppelbesteuerungsabkommen, Grenzgängerstatus oder Berechnungsmethode (monatlich oder jährlich) abweichen. Wenden Sie sich an Ihren Treuhänder oder die kantonale Steuerverwaltung.

Bill Alps berechnet die Quellensteuer automatisch

Bill Alps integriert die QST-Tabellen 2026 für alle 26 Schweizer Kantone. Geben Sie den Status des Mitarbeitenden ein, und die Software wendet automatisch den richtigen Tarifcode an, berechnet den Abzug und weist ihn auf der Lohnabrechnung aus — ohne manuelle Formeleingabe.